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Wetzlar (AP) Nach dem gewaltsamen Tod eines acht Monate alten Mädchens in Wetzlar ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen eine Mitarbeiterin des städtischen Jugendamts. Der Tatvorwurf laute auf unterlassene Hilfeleistung, sagte Staatsanwalt Hartmut Diefenbach am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der «Wetzlarer Neuen Zeitung». Die Eltern des Mädchens sitzen bereits seit Anfang Mai in Untersuchungshaft, weil sie im Verdacht stehen, den Schädel des Säuglings zertrümmert und das Kind so umgebracht haben.
Diefenbach sagte, die Ermittlungen gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamtes seien eingeleitet worden, weil an der Leiche des Kindes auch ältere Verletzungen gefunden worden seien. Nähere Details wollte die Staatsanwaltschaft nicht bekanntgeben, da sich der Vater und die Mutter des Kindes zu der Tat bislang nicht eingelassen haben.
Nach dem Bericht der «Wetzlarer Neuen Zeitung» soll eine Jugendamtsmitarbeiterin das Kind bereits im Alter von vier Monaten in Augenschein genommen haben. Nachbarn hätten das Elternpaar zuvor anonym angezeigt. Auch im April soll die Mitarbeiterin nochmals vor Ort gewesen sein. Bei der Obduktion in der Gießener Gerichtsmedizin seien drei ältere Knochenbrüche an der Leiche des Kindes aufgefallen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kam das Kind in der Nacht zum 2. Mai ums Leben. Äußere stumpfe Gewalteinwirkung habe zu einem Trümmerbruch des Schädels geführt.
PR Inside, 23.07.2008
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