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Minden (RPO). Ein 22 Monate alter kleiner Junge im westfälischen Minden ist am Freitag Nachmittag nach schweren Misshandlungen gestorben. Der Freund der Mutter war nur zwei Stunden mit dem Kind allein gewesen - danach war der kleine Christian klinisch tot. Tragisch: Die Familie wurde bereits intensiv vom Jugendamt betreut.
Am Donnerstag war Christian mit einem schweren Schädelhirntrauma und Hirnödem sowie Verletzungen im Intimbereich ins Krankenhaus gebracht worden. Er konnte nur noch mit Maschinen am Leben erhalten werden.
Nach den bisherigen Ermittlungen hatte sich der 24-Jährige am Dienstag für zwei Stunden allein mit dem Kleinkind in der Wohnung der Mutter aufgehalten. Die 35-jährige Frau war mit ihren zwei älteren Kindern nicht zu Hause. Nach Angaben des Mannes war der Junge in dieser Zeit mehrfach zu Boden gestürzt. Auch habe er das Kind einmal aus Wut auf das Bett geworfen, weil es in die Hose gemacht habe.
Die Mutter entdeckte erst eine Stunde nach ihrer Rückkehr die schweren Verletzungen und verständigte den Notarzt. Gegen den 24 Jahre alten Saisonarbeiter erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlages, schwerer Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener.
Das Mindener Jugendamt hatte Christians Familie intensiv betreut. Im WDR sagte ein Sprecher der Stadt, Mitarbeiter des Jugendamts seien bis zu drei Mal pro Woche in der Wohnung der Familie gewesen, da die allein erziehende Mutter nur schlecht Deutsch spricht und eines ihrer älteren Kindern behindert ist. Der Tatverdächtige, der seit Ostern in der Wohnung der Familie lebt, sei den Jugendhelfern nicht verdächtig gewesen, so der Sprecher. Sie hätten den Umgang des Mannes mit den Kindern sogar gelobt. Auch nach Aussage eines der älteren Kinder sei das Verhältnis des 24jährigen zu den Kindern positiv gewesen.
Rp-Online, 18.4.
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