FORUM: Internetzeitschrift des Landesverbandes für Kinder
in Adoptiv und Pflegefamilien S-H e.V. (KiAP) und der Arbeitsge-
meinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie (AGSP)


 

Nachrichten / Jahrgang 2007

 

 Jugendamt kontrolliert Familie Schröder-Köpf

 «Ziemlich häufig», so Doris Schröder-Köpf, bekomme sie Besuch von den Behörden. Grund sind die beiden Adoptivkinder des prominenten Paares.

 

Kein Promibonus für die Familie von Altkanzler Gerhard Schröder: Er und seine Frau Doris Köpf bekommen nach eigener Aussage regelmäßig Besuch vom Jugendamt - so wie alle Familien, die Adoptivkinder aufgenommen haben. Die Mitarbeiter der Behörde wollen die Entwicklung der beiden Kinder aus Russland überprüfen, erzählte Doris Schröder-Köpf in der ARD-Talksendung «Beckmann».

«Wir haben schon ziemlich häufig Besuch vom Jugendamt gehabt aus diesem Grund. Am Anfang ist das ein bisschen seltsam, weil man beim Jugendamt erst mal an eine Kontrollinstanz denkt», sagte sie in der Sendung vom Montagabend. Schröder-Köpf fügte hinzu: «Ich denke, wenn alle Kinder, die in problematischen Situationen aufwachsen, diese Bemühungen erfahren würden, wie sie Adoptiveltern in Deutschland erfahren, dann wäre das ein Qualitätsschlüssel, wo vielen geholfen werden könnte.»

 Mittlerweile sei zu ihrer Betreuerin vom Jugendamt ein vertrauensvoller Kontakt entstanden. Bei jedem der Kinder werde drei Jahre lang der Eingewöhnungsprozess kontrolliert. Dabei müssten die Eltern natürlich mithelfen: «Wir schreiben Berichte, und da wird was beigelegt vom Kinderarzt, vom Kindergarten sowie demnächst von der Krabbelgruppe und von der Musikschule.» Diese Protokolle würden dann an die zentrale Adoptionsstelle geschickt, so die Mutter dreier Kinder. «Das wird alles sehr genau dokumentiert. Ich denke, dass die besondere Betreuung, die man da erfährt und die man am Anfang etwas seltsam oder befremdlich findet, auch eine Hilfe ist.»

Vor dem Hintergrund der jüngst bekannt gewordenen Fälle von Kindesmisshandlungen oder -tötungen befürwortete Schröder-Köpf auch die Einführung von Pflichtkontrollen bei Kindern. Entsprechende Pläne von Familienministerin Ursula von der Leyen bezeichnete sie als absolut sinnvoll. (dpa/nz)

 

 

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