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Elf führende Neurowissenschaftler legen in "Gehirn&Geist 6/2004" ein gemeinsames Grundsatzpapier vor über Gegenwart und Zukunft der Hirnforschung.
Wir erleben derzeit eine wissenschaftshistorisch bedeutende Zeit. Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der Physik. Relativitäts- und Quantentheorie revolutionierten unser Weltbild und prägten über unzählige Anwendungen im Guten wie im Bösen unser Leben. Das 21. Jahrhundert schickt sich nun an, das Jahrhundert der Hirnforschung zu werden. An neuen Technologien, die unseren Alltag nachhaltig verändern werden, wird bereits weltweit gearbeitet. Der weitere Erkenntnisfortschritt in der Grundlagenforschung könnte uns darüber hinaus gar ein neues Menschenbild bescheren - die derzeit ausgetragene Debatte um die Existenz oder Nichtexistenz eines freien Willen nimmt hier einen zentralen Aspekt vorweg. Was genau auf uns zukommt, legt jetzt ein hochkarätiges Grundsatzpapier elf führender Neurowissenschaftler offen, das am 19.10.2004 in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Gehirn&Geist (Verlag Spektrum der Wissenschaft) erschienen ist.
Auf insgesamt fünf Seiten beziehen die renommierten Wissenschaftler Stellung zu diesen drei Fragen: Was wissen und können Hirnforscher heute (und was nicht)? Was wird voraussichtlich in 10 Jahren der Fall sein? Und was perspektivisch einmal.
Das Manifest online unter www.gehirn-und-geist.de/manifest
ots Originaltext vom 18.10.2004
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