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Das Kinderhilfswerk terre des hommes schlägt Alarm: Die Zahl der ausgesetzten Neugeborenen, die tot gefunden werden, nehme weiter zu. Die so genannten Babyklappen, die genau dies verhindern sollten, seien also keine Lösung und sollten ebenso wie die anonyme Geburt verboten werden, forderte die Organisation am 12. März in Osnabrück - und fachte die schwelende Diskussion über die "Babyklappen" wieder an. Diese Einrichtungen seien rechtswidrig, weil sie den Rechten des Kindes etwa auf Kenntnis seiner Herkunft entgegenstünden. "Die Zahl jährlich ausgesetzter und getöteter Säuglinge ist seit der Einführung dieser Einrichtungen im Jahr 2000 eindeutig nicht zurückgegangen. Alles deutet vielmehr darauf hin, dass Mütter, die ihre Kinder töten, vom Angebot der Babyklappe und der anonymen Geburt überhaupt nicht erreicht werden", sagte der terre-des-hommes-Adoptionsfachmann, Bernd Wacker. Es ist sich sicher: Würden die bestehenden Angebote des deutschen Jugendhilfesystems ausgebaut und ! mehr Frauen über diese Möglichkeiten informiert, "würde sich die Debatte um den scheinbaren Bedarf an Babyklappen ebenso schnell erübrigen wie die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung anonymer Geburt." Mit seiner ablehnenden Haltung steht Wacker nicht alleine da. Zu Beginn des Monats hatte der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, scharfe Kritik an den Babyklappen geübt, in denen Frauen ihre Kinder anonym und straffrei abgeben können. Auch in Kirchenkreisen ist man nicht zuletzt angesichts der Statistiken skeptisch. Nach Informationen von terre des hommes wurden im vergangenen Jahr 42 ausgesetzte Neugeborene gefunden, nur zwölf überlebten. Im Jahr 2002 seien es 20 tote Neugeborene gewesen, im Jahr davor 17. Offizielle Statistiken gibt es nicht. dpa
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