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Dillingen - Im Fall der zu Tode geprügelten Carolin (3) aus Weißenhorn (Bayern) war das Jugendamt offenbar bereits vor zwei Jahren über Misshandlungen des Kindes informiert worden. "Spiegel-TV" (Sonntag, RTL, 23.20 Uhr) berichtet, dass ein Nachbar aus dem schwäbischen Lauingen im März 2002 die Polizei alarmierte, weil er immer wieder Kinderschreie aus der Wohnung gehört hatte, in der damals die Großmutter Maria (41), Mutter Zaneta B. (24) und die kleine Carolin lebten. Die Polizei habe den Mann an das Jugendamt in Dillingen verwiesen.
"Es waren Schreie, die über normales Kindergeschrei hinausgingen und mir Angst machten, es passiere etwas mit diesem Kind", sagte der Mann. Das Jugendamt habe sich daraufhin schriftlich bei ihm für seine Courage bedankt und versichert, man werde sich um die Angelegenheit kümmern.
Reinhold Metz, Leiter des Jugendamtes Dillingen: Zweimal seien seine Mitarbeiter zwischen März und Juni 2002 in der Wohnung gewesen. Jedesmal hätten sie aber nur die Großmutter und nicht Mutter Zaneta B. und Carolin angetroffen. Daraufhin seien die Nachforschungen eingestellt worden.
Die schwer misshandelte Carolin war vor einer Woche nackt und kahl geschoren in einer Krankenhaustoilette in Weißenhorn gefunden worden - kurz darauf starb sie. Ihre Mutter und deren Freund Mehmet A. (30) wurden in Italien verhaftet. Ap
Weitere Informationen im Internet bei Spiegel-TV unter http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,282407,00.html
zum Real-Video: http://www.spiegel.de/sptv/videonews/0,1518,,00.html
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