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Strausberg - Der Anwalt des leiblichen Vaters des zweijährigen Pascal, der vom Lebensgefährten der Mutter fast zu Tode geprügelt worden sein soll, erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt Strausberg. "So weit hätte es nicht kommen müssen", sagte Rechtsanwalt Martin Karnetzki. Niemand im Amt habe sich jedoch ernstlich um den Fall gekümmert. Hinweise habe es genug gegeben: Mutter Melanie J., wie Lebensgefährte Marcel O. arbeitslos, ging gerne in die Disco, ließ Pascal mit dem wegen Körperverletzung und Drogendelikten vorbestraften Freund allein. Zudem hatte bereits im August ein Arzt Spuren von Misshandlungen bei Pascal entdeckt, die mit Stürzen erklärt worden waren. Auch sei kein Familienhelfer bestellt worden, nachdem der Junge im Oktober für vier Wochen zu einer Pflegefamilie gekommen war. Stattdessen kam Pascal zurück zur Mutter: "Dies hätte das Jugendamt verhindern müssen", so der Anwalt. Das Kind ist nach Auskunft der Ärzte zwar nicht mehr in akuter Lebensgefahr, gleichwohl aber auch noch nicht über dem Berg.
Berliner Morgenpost - 11-3-2003
Im Internet: http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,240637,00.html
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