FORUM: Internetzeitschrift des Landesverbandes für Kinder
in Adoptiv und Pflegefamilien S-H e.V. (KiAP) und der Arbeitsge-
meinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie (AGSP)


 

Nachrichten / Jahrgang 2000

 

Information für Ausbildungsbetriebe
(Sept. 00)
 

Mit dem untenstehenden Schreiben an Firmen der freien Wirtschaft wirbt die AGSP um Lehrstellen für Jugendliche, die sich nach vielen erfolglosen Bewerbungsversuchen mit der Bitte um Unterstützung an uns wenden. Wir haben damit gute Erfolge.


Betr.: Ausbildungsförderprogramm der AGSP

Das Ausbildungsförderprogramm unserer Arbeitsgemeinschaft will Heranwachsenden bei der Findung eines geigneten Ausbildungsplatzes helfen und Betriebe unterstützen, die Ausbildungsplätze anbieten.

Fast alle Betriebe scheinen negative Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit und Ernsthaftigkeit der Auszubildenden gemacht zu haben. Da die Einstellungsgespräche zu wenig Gelegenheit bieten, die Eignung der Bewerber zu überprüfen, zogen viele Firmen die Konsequenz, ihre Ausbildungsstätigkeit zu reduzieren oder ganz einzustellen. Das hat dazu geführt, daß auch hochmotivierte und geeignete Bewerber es oft sehr schwer haben, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Unsere Arbeitsgemeinschaft gibt interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, die Ernsthaftigkeit ihres Ausbildungswunsches unter Beweis zu stellen. Die Jugendlichen übernehmen von der Arbeitsgemeinschaft vermittelte Jobtätigkeiten (Gartenpflege, Renovierungstätigkeiten, Transportarbeiten, handwerkliche Beschäftigungen etc.). Die Hälfte ihrer Einkünfte zahlen sie in eine von der Arbeitsgemeinschaft eingerichtete Kasse.

Die Auftraggeber informieren die Arbeitsgemeinschaft über die Zuverlässigkeit und Qualität der geleisteten Arbeit. Wenn die Jugendlichen einen Beitrag von 750,00 DM erarbeitet haben und positive Rückmeldungen über ihren Einsatz vorliegen, unterstützt die Arbeitsgemeinschaft sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Die Ausbildungswünsche einerseits und die Arbeitserfahrungen andererseits werden von uns in ausführlichen Gesprächen ausgewertet und nur dann unterstützt, wenn sich ergeben hat, daß das Ausbildungsbegehren den tatsächlichen Neigungen und Fähigkeiten des Jugendlichen sowie den Erfordernissen des Arbeitslebens in der freien Wirtschaft entspricht.

Die Jugendlichen sind damit einverstanden, daß der angesprochene Ausbildungsbetrieb sich bei uns über ihre Einsatzbereitschaft und Fähigkeiten erkundigt.

Die von den Jugendlichen erarbeiteten Beiträge zuzüglich eines zinslosen Darlehens der Arbeitsgemeinschaft von 2.250,00 DM (insgesamt also 3.000,00 DM) fließen dem Betrieb, der einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellt, nach erfolgreicher Probezeit zu.

 

 

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