FORUM: Internetzeitschrift des Landesverbandes für Kinder
in Adoptiv und Pflegefamilien S-H e.V. (KiAP) und der Arbeitsge-
meinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie (AGSP)


 

Diskussion / Jahrgang 2008

 

Das Projekt „Familienhebammen“ wird gut angenommen

 

Duisburg - 02. Dezember 2008. Mit dem Familienprojekt „Hebammen an unserer Seite“ gelingt dem Jugendamt der Stadt Duisburg seit August diesen Jahres die Verknüpfung von Schutz und Vertrauen bei der Versorgung besonders kleiner Kinder. „Die familiäre Lage wird für viele immer schwieriger. Hier will das Jugendamt zielgerichtet präventive Hilfestellungen geben“, so Jugenddezernent Karl Janssen.

In Kooperation mit dem Gesundheitsamt wird die Hilfe für sehr junge und auch unerfahrene Kindesmütter in allen Stadtteilen angeboten und erfolgreich angenommen. Drei Hebammen mit einer Zusatzausbildung als Familienhebamme beraten, betreuen und unterstützen Mütter und Väter in schwierigen Lebenssituationen. „Sie leisten mit ihrem Engagement in den Familien einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Kinderversorgung und fördern gleichzeitig eine positive Mutter-Kind-Beziehung“, so Thomas Krützberg, Leiter des Jugendamtes Duisburg.

Neben der Verbesserung der Entwicklungsbedingungen von Säuglingen und Kleinkindern stehen auch die Vorbeugung von Überforderungssituationen von Eltern und die Vermeidung späterer Kriseninterventionen im Zentrum der Bemühungen. Gerade sehr jungen Müttern sind vorhandene Unterstützungsangebote oft nicht bekannt oder bedeuten aus Unkenntnis eine hohe Hemmschwelle.

„Der Familienhebamme kommt hier eine wichtige Zugangs- und Vermittlungsfunktion zu“, so Krützberg. „Sie kann Informationen zu weiteren Hilfsangeboten geben und Kontakte zu Ämtern herstellen. Außerdem gibt sie Auskunft über den Entwicklungsstand des Babys, leitet die Mutter an, das Baby in angemessener Weise zu versorgen, eine gute Bindung aufzubauen und das Kind in seiner Entwicklung zu fördern“. Die Betreuung findet in der Regel im vertrauten häuslichen Umfeld statt, ist kostenfrei und bietet Motivation und Stärkung in Situationen, in denen einem sonst alles „über den Kopf wächst“.

Unmittelbar nach der Geburt eines Kindes, in Einzelfällen auch schon während der Schwangerschaft, kann die Hilfe im 1. Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden. Geburtskliniken, Kinderärzte, Gynäkologen, Gesundheitsamt, ARGE und das Jugendamt geben nähere Auskünfte über das Unterstützungsangebot und helfen gerne bei der Einrichtung der frühen Hilfe weiter.

Flyer mit ergänzenden Informationen zum Projekt sind in den oben genannten Einrichtungen erhältlich.

Frank Kopatschek

 

 

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